Rudolf Schmidt Medaille für Verdienste um die Heimatgeschichte

Im Gedenken und in Würdigung der Verdienste des Vaters der Heimatgeschichtsforschung im Barnim gab der Verein 2010, im Jahr des 135. Geburtstages von Rudolf Schmidt, die „Rudolf-Schmidt-Medaille für Verdienste um die Heimatgeschichte“ heraus. In einer Gedenkveranstaltung im Oktober 2010 wurde sie erstmals an fünf Mitglieder in Anerken-nung ihrer besonderen Verdienste um die Heimatgeschichte und das Profil ihres Eberswalder Vereins, speziell auf dem Gebiet der von Rudolf Schmidt so verdienstvoll betriebenen Heimatgeschichtsforschung und -publikation vergeben (siehe Jahrbuch 2010, S. 34-40).

Zur Bedeutung Rudolf Schmidts
Rudolf Schmidt, 1875 in Dillingen/Saarland geboren, lebte und arbeitete 40 Jahre -1903 bis zu seinem plötzlichen Tod im Oktober 1943 – in Eberswalde. Mit Gründung des Vereins für Heimatkunde 1905 war er viele Jahre als Schriftführer des Vereins und schließlich als sein Vorsitzender der geistiger Vater und Motor der auf vielfältige Weise wirkenden heimatkundlichen Arbeit. Von 1903 – 1920 nutzte er als Redakteur der „Eberswalder Zeitung“ dieses Medium intensiv für die Veröffentlichung seiner umfangreichen heimatkundlichen Forschungen und gab von Beginn an zusätzlich mehrere monographische Arbeiten zu verschiedenen Themen der Geschichte des Oberbarnim und später auch anderer Regionen des Landes Brandenburg heraus.
Aufgrund seines Engagements für die heimatkundliche Forschungsarbeit ernannte ihn 1920 der damalige Landrat des Kreises Oberbarnim, Peter Fritz Mengel, zum Kreishistoriker. Damit erhielt er die Möglichkeit zur Weiterführung seiner Forschungsarbeiten, die in einer Gesamtgeschichte des Kreises Oberbarnim ihren Niederschlag finden sollten. Insgesamt 58 Einzeltitel gab er zu dieser Thematik heraus, war daneben aber auch Hauptschriftleiter mehrerer Zeitschriften und Zeitungen. Dazu gehörte der besonders populär gewordene Oberbarnimer Kreiskalender. Mit der Arbeit Rudolf Schmidts ab 1933 setzte sich der Verein 2011 kritisch auseinander
(siehe Jahrbuch 2012, S. 6 – 43).
Rudolf Schmidt begründete 1905 im Auftrag des Vereins das Museum und leitete es ehrenamtlich von 1905 – 1943. Viele dieser Sammlungen sind heute noch im Museum in der Adler-Apotheke erhalten. 1940 schloss er die Einrichtung des „Historischen Archivs“ ab, dessen Aktensammlungen sowie weitere seiner Sammlungsnachlässe heute im Kreisarchiv Barnim verwahrt werden.

Der 1993 wiederbegründete Verein für Heimatkunde zu Eberswalde e.V. engagiert sich im Sinne des bedeutenden Kreishistorikers für die weitere Erforschung und Popularisierung der Geschichte unserer Region. Der Vorstand beschließt die Verleihung der Verdienstmedaille in unregelmäßigen Abständen vorrangig an Vereinsmitglieder nach folgenden

VERGABERICHTLINIEN:
1. Der/Die Auszuzeichnende muss über einen längeren Zeitraum eigene heimatkundliche Beiträge zur Veröffentlichung gegeben haben, die neue Fakten, Interpretationen und Schlussfolgerungen enthalten und eine Weiterführung der Geschichtsschreibung im Sinne von Rudolf Schmidt bedeuten. Ebenso kann die Medaille auch dem Autor einer herausragenden Monographie / Ortschronik, der umfangreiche eigene Forschungsarbeiten zugrunde liegen, zuerkannt werden.
Oder
2. Der/Die Auszuzeichnende muss über einen längeren Zeitraum Verdienste um die Leitung, Zielsetzung und das Profil des Vereins sowie die Herausgabe der Vereinspublikationen aufweisen und damit zum Ansehen und der Wertigkeit des Vereins in der Stadt und in der Kreisregion beigetragen haben.
Oder
3. Der/Die Auszuzeichnende muss ein bedeutsames heimatkundliches Projekt initiiert und im Wesentlichen durch seinen/ihren persönlichen Einsatz zu einem beachtenswerten Ergebnis oder erfolgreichen Abschluss geführt haben.



Am 28.04.2018 fand der 10. Freiwilligentag der Stadt Eberswalde statt. Seit 2009 beteiligt sich der Heimatkundeverein zu Eberswalde e.V. an dieser Aktion, ob am Heldenhain oder am Eberswalder Waldfriedhof. Die Erhaltung, Pflege und Restaurierung des Heldenhains,…

Akzeptieren Datenschutz