Unser Besuch im Landeskriminalamt des Landes Brandenburg in Eberswalde am 04.04.2025 von 14.00-16.30 Uhr

 

An den Vorstand wurde die Bitte herangetragen, einen Besuch im LKA zu organisieren, um den Aufbau, die Aufgaben, die Struktur und Ergebnisse der Arbeit dieser Behörde kennenzulernen.

Die für Medienarbeit zuständige Beamtin, Frau Kammann vom Führungsdienst freute sich über das Interesse des Vereins, stellte ein Besucherprogramm zusammen und stimmte sich mit dem Vorstand zu folgenden Schwerpunkten ab:

Empfang im Landeskriminalamt von Frau Kammann, Foto: Günter Lips

– Vorstellen der Behörde (Entstehung, Aufgabenbereiche, Struktur, Zusammenarbeit der einzelnen Dezernate)

– Einblick in die Arbeit des Dezernats Cybercrime

– Kennenlernen der Aufgaben des Kriminaltechnischen Instituts (KTI)

Im Cyber- Competence- Center , Foto: Frau Kammann vom LKA

22 angemeldete Mitglieder des Vereins trafen sich am Haupteingang. Wir wurden nach der Passkontrolle von Frau Kammann begrüßt und in einen Sitzungssaal geführt. Anhand einer Power-Point-Präsentation erfuhren wir, dass das LKA Brandenburg 1992 am Standort Basdorf gegründet wurde. Zu DDR-Zeiten gab es eine solche Behörde nicht. Sie wechselte 2001 in das Behördenzentrum nach Eberswalde, wo etwa 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 17 Dezernaten gute Arbeitsbedingungen haben. Die Vielfalt der Aufgaben erfordert spezialisiertes Personal, Abstimmungsprozesse untereinander, aber auch mit Landeskriminalämtern anderer Bundesländer.  Ein Beispiel für übergreifende Ermittlungsarbeit der Behörde war seinerzeit die Verfolgung der XY-Bande. Auf ihr Konto gingen ca. 400 Straftaten, begangen von etwa 300 Personen. Gegenwärtige Hauptaufgabe und Schwerpunkt sind der Staatsschutz, zunehmend aber auch Rauschgiftkriminalität und Aktivitäten von Reichsbürgern. Übrigens sucht das LKA noch Personal aus den verschiedensten Berufen, die für die vielfältigen Aufgaben der Behörde umgeschult werden.

Zum 2. Teil der Führung wechselten wir in das Cyber- Competence- Center des Dezernats Cybercrime. Ein Spezialist stellte uns Methoden vor, die Betrüger anwenden, um Software zu verändern oder an Daten für kriminelle Handlungen (z.B. Geldwäsche) zu kommen. Auch „Enkeltrick“ und „Schockanrufe“ wurden thematisiert. Der Beamte erklärte Handlungsoptionen, die auch für uns „Normaluser“ interessant sind, z.B. beim Verwenden von Passwörtern. Unsere Mitglieder hatten etliche Nachfragen.

Zum Abschluss stellte uns die Leiterin des Kriminaltechnischen Instituts die wissenschaftlich anspruchsvolle Arbeit der Kriminalisten und Experten vor, die Täter an Hand von Spuren, durch Auswerten von Hard- und Software, sowie durch Nutzen ihres Erfahrungswissens erkennen. Herzstück sind die Forensische Biologie und die wissenschaftliche Abteilung zur Analyse von Spuren und anderen Beweismitteln. Die Technik ist hier auf dem neuesten Stand.

Wir Gäste waren beeindruckt von der Vielfalt der Aufgaben, die technischen Möglichkeiten, aber auch die Vernetzung und die Logistik, die für das breite Aufgabenspektrum notwendig sind.  Frau Kammann überreichte uns zum Abschluss eine Fachzeitschrift von 2017„25 Jahre Landeskriminalamt Brandenburg“. Wir bedankten uns herzlich für die informative Veranstaltung und überreichten im Gegenzug ein Jahrbuch des Vereins für Heimatkunde aus dem Jahr 2017. Es enthält einen Beitrag über das Suchen und Auffinden von Hitlers Bronzeskulpturen nach der politischen Wende und ist damit ein Teil deutsch- deutscher Kriminalgeschichte.

Hilfreiche Links bei der Kriminalpolizei, wenn man bedroht wird, Foto Günter Lips

Eberswalde, d. 08.11.2025
Christiane Dorn

Die Neuauflage des 1931 Eberswalder Orts- und Flurnamenbuches des Stadtkreises Eberswalde von Rudolf Schmidt wurde überarbeitet und aktualisiert mit 168 Seiten von Ingrid Fischer und Klaus Höppner, erschienenen im Verein für Heimatkunde zu Eberswalde e.V. zum Preis von 22,00€ plus 2,90€ Versand.

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